Der kleine Kiel ist zugefroren …

Foto aus Kiel vom 1.2.2014 … der Kleine Kiel ist zugefroren und die Vögel tapsen fröhlich darauf herum – Möwen, Enten und so weiter. Sehr schön anzuschauen.

Büsum im September

Moin,

es sind immer noch Bilder meines Schleswig-Holstein-Urlaubs im September „übrig“. Als wir die Westküste des Bundeslandes erkundet haben, sind wir bis nach Büsum rauf gefahren. Hier seht ihr die Bilder – samt Krabbenbrötchen, natürlich.

Der Alte Botanische Garten in Kiel

Was für ein tolles grünes Fleckchen nur ein paar Meter vom Wasser entfernt! Wenn man die Kiellinie und schließlich das Hindenburgufer entlang läuft, wird man von der Farbe Blau (manchmal auch grau *schmunzel*) überhäuft. Hat man nun Sehnsucht nach einem Farbwechsel, braucht man nur wenige Schritte gehen. Gegenüber des Geomar-Instituts befindet sich der Alte Botanische Garten. Darin findet man einen Aussichtspavillon mit Blick über den Garten, vielfältige Gewächse sowie das Literaturhaus.

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Früher war das heutige Literaturhaus die Arbeitsstätte des Garteninspektors, nun befindet sich darin eine einzigartige Stätte der Kreativität.

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Kurz zusammengefasst: Der Alte Botanische Garten ist sehr wohl eine Reise wert. Denn Kiel hat auch Grün zu bieten, nicht nur Blau,

Noch mehr Fotos meines Ausflugs könnt ihr in diesem Album sehen – einfach auf den Link klicken:

ZUM FOTO-ALBUM

„Servus sage ich nur am 1. April“ – Interview mit Sebastian aus Kappeln

Nachdem wir kürzlich Tine aus Nordfriesland hier im Blog vorgestellt haben, geht es nun weiter mit Sebastian Klaffka aus dem schönen Schleswig-Holstein, der jetzt in Hamburg lebt.

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Mit seinen 21 Jahren ist Sebastian schon viel herum gekommen und organisiert nun bereits ein eigenes Festival, das nächstes Jahr am Ostseestrand von Kappeln stattfindet. Mit dem Norden ist er sehr eng verbunden. Aber lest selbst:

Moin, Sebastian! Oder sagst du lieber „Hallo“?

Ich versuche eigentlich, so häufig wie möglich ein „Hallo“ zur Begrüßung über meine Lippen zu bringen. Manchmal rutscht jedoch versehentlich auch ein „Moin“ über die Lippen. Sehr häufig ist das auch davon abhängig, wo ich mich gerade aufhalte und wer mir gegenüber steht.
Verweile ich an der Küste, beispielsweise in Kappeln an der Schlei, so ist es meist ein kurzes „Moin“, welches ausgesprochen wird. In der Stadt an der Schlei kennt man mich sowieso – es gibt eigentlich nur einen Tag im Jahr, an dem ich das „Moin“ aus meinem Wortschatz verbanne und sämtlichen Leuten mit einem „Servus“ oder „Grüß Gott“ begegne – nämlich am jeweiligen 1. April 🙂

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2. Wo bist du denn geboren und wo lebst du jetzt? Wie gefällt es dir an deinem Wohnort?

Ich bin geborener Henstedt-Ulzburger. Durch die Herkunft meiner Eltern wurde ich aber bereits im Alter von wenigen Jahren zum „Küstenkind“ – so wurden während der Kindheit sämtliche Ferien an der Schlei und Ostsee verbracht. Dies hat geprägt und war immer eine tolle Mischung – Großstadtleben auf der einen Seite und auf der anderen Seite eine idyllische Zeit in einer der schönsten Landschaften Deutschlands. So hatte man stetig eine gewisse Portion Abwechslung und war viel unterwegs.
Dadurch, dass ich einen großen Bezug zur Schleiregion hatte, habe ich vor Ort in Kappeln auch im zarten Alter von 15 Jahren meine erste Freundin kennengelernt, was mich noch enger und intensiver an die Region band. So wurde die Stadt mit ihrer direkten Anbindung ans Meer schnell zur zweiten Heimat – mit vielen Vorzügen, welche man in Hamburg oder allgemein in der Großstadt kaum findet.

So wurde, ebenfalls durch die Freundin ins Rollen gebracht, auch die Lehre im Rathaus der Schleiperle Kappeln absolviert. Dies prägte noch intensiver und ließ mich tiefer mit der Region verschmelzen.

Mittlerweile liegt diese Zeit schon hinter mir und mein Heimathafen ist wieder Hamburg – doch dennoch habe ich zur Ostsee und insbesondere zu Kappeln nach wie vor eine starke Bindung.

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3. Wie findest du es, „im Norden zu leben“?

Mit meinen 21 Jahren bin ich schon viel rumgekommen, habe viele Städte besucht und viele Regionen kennengelernt, doch nirgendwo gab es einen Platz wie den Norden von Deutschland. Nirgendwo eine solche Idylle, unverwechselbare Landschaft und Eigensinnigkeit. Egal ob in Hamburg, an der Elbe oder an Nord- und Ostsee. Überall lassen sich unverwechselbare Landschaften finden und man trifft überall auf interessante und einzigartige Menschen.

Ich bin froh, im Norden leben zu dürfen. Im Süden würde mir einfach das Wasser fehlen. Berge sind zwar toll anzusehen, jedoch kein so geeigneter Ersatz.

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Aus meiner Verbundenheit zu Kappeln ist nun auch das Seaside Ambient entstanden – ein neuartiges Musikevent am Ostseestrand. Unter dem Motto „Satte Beats am blauen Meer“ werden wir zahlreiche Besucher mit tollen Klängen in diese wunderschöne Landschaft eintauchen lassen.

Hier seht ihr die DJs und Produzenten Christopher von Deylen („Schiller“) und Raphael Marionneau – in der Mitte: Sebastian.

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4. Wie beeinflusst die Umgebung dein tägliches Leben und deinen Beruf?

In einer Großstadt wie Hamburg kann ich nach dem verdienten Feierabend schlechter abschalten als an der Ostsee. Hier konnte ich mich direkt nach dem Dienst ins Auto setzen und einfach zum Strand fahren. Hier gibt es dann meist Kopfhörer mit entspannter Musik, eine Decke sowie was Leckeres zu trinken. So kann man die Umwelt für einen Musik ausblenden, was manchmal herrlich sein kann.

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5. Würdest du je aus dem Norden wegziehen?

Ich glaube diese Welt bietet noch sehr viele tolle Ecken – und – auch wenn ich schon so viel sehen durfte – es gibt noch sehr viel mehr zu entdecken. Ferne Länder, ferne Städte und viele tolle Regionen. Es gibt sicher noch andere Orte, welche ebenfalls eine solche Anziehungskraft auf mich haben wie Norddeutschland.

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Doch sollte ich in Deutschland bleiben, so wird auch der Norden dieses Landes immer meine Heimat und mein Wohnort bleiben. Hauptsache nah am Wasser – denn am Wasser kann man die schönste Zeit verbringen und mit seinen Gedanken auf eine tolle Reise gehen …

Vielen Dank für das schöne, gefühlvolle Interview, lieber Sebastian! Wir sind gespannt, was wir noch von dir hören und sehen werden – das wird sicher noch eine Menge sein!

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Tine aus Nordfriesland [Teil 1] – Das Interview

Ab jetzt werden hier im Blog ab und zu Leute vorgestellt. Leute mit besonderen Geschichten, die alle etwas mit dem Norden zutun haben.

Den Anfang macht Tine, die ich durch einen Freund aus Nordfriesland (Tim, macht auch Musik) kennengelernt habe. Ihre Leidenschaft ist das Fotografieren.

Das ist Tine:

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Sie wohnt in Nordfriesland und macht selbst Fotos unter dem Namen Superkalifragi. Nach und nach werde ich sie hier ein bisschen vorstellen. Beginnen werden wir mit einem kurzen Interview, damit ihr sie besser kennen lernt.

Hallo, Tine! 

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Eigentlich habe ich mich schon immer für Fotos bzw. das Fotografieren interessiert, nur nie Zeit oder das richtige Equipment gehabt… Dann gab es unverhofft einen Geldsegen, den ich dann natürlich sofort in eine Kamera investiert habe … ja, und jetzt ist aus Spaß eigentlich ein ernstes Hobby bzw. eine Leidenschaft geworden.

Welche Beziehung hast du zu den Halligen? Wohnst du auf einer Hallig? 

Ich wohne nicht auf einer Hallig, ich wohne auf dem Festland – aber meine Wurzeln liegen dort. Meine komplette Familie kommt von der Hallig Langeness – Vater, Onkel, Tante, Oma, Opa!

Was bedeutet der Norden für dich?

Für mich bedeutet „der Norden“ Geborgenheit, Heimat, Herz, Liebe … ich weiß nicht … einfach alles. Mein Herz liegt hier und ich liebe einfach alles hier … am liebsten sind mir die Momente, wo man auf den Horizont blickt, ehrfürchtig wird und merkt, dass das alles hier etwas besonderes ist und dass es das nur hier auf der Welt gibt – und ja, ich würde wo anders leben können/wollen, aber NIEMALS für immer… der Norden ist meine Heimat und das wird sich niemals ändern! Nicht ohne Grund habe ich mir „lewer duad üs slav“ (lieber tot als Sklave) als Tattoo zugelegt (Leitspruch der nordfriesischen Flagge):

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Vielen Dank Tine für das Interview – demnächst werdet ihr ein Fotoalbum von Tine mit ihren selbst geknipsten Bildern aus Nordfriesland hier zu sehen bekommen und etwas über ihre Familiengeschichte hören.