Die ersten Tage der Kieler Woche

Moin,
am 21.6. wurde die Kieler Woche von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet.
Im Laufe der Woche gibt es hier im Blog immer mal wieder News von aktuellen Events.

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Am Tag der Eröffnung regnete es natürlich. Eine gute Gelegenheit, mal einen Friesennerz anzuprobieren:

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Später bummelten wir über die Kieler Woche, kurz „KiWo“ an der Hörn entlang, sahen uns den Ocean Jump an, besuchten den internationalen Markt mit den leckeren Speisen.
Am Sonntag machte ich erstmal Pause und gönnte mir einen kuscheligen Tag zu Hause.
Gestern ging es dann wieder ins Getümmel. Wir bummelten natürlich an der Kiellinie entlang.

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Am Abend ging es um 20.30 Uhr zum Konzert der Kieler Band Tequila & The Sunrise Gang auf der Krusenkoppel. Die norddeutschen Jungs machten echt Stimmung!

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Auch die nächste Band, Herr Bösel, war ganz großes Kino. So galt das Motto „Alt trifft neu“ (Kontrabass und DJ auf einer Bühne) und die Mädels an Saxofon, Trompete und Posaune waren ebenfalls ein Highlight.

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Heute geht es zum Interview mit dem ExilKieler (ich komme in seinen Podcast, juhuu!) und abends um 21 Uhr zum Konzert von Neuphoria im frisch eröfneten Sterntaucher in der Hopfenstraße.
Eindrücke folgen!

Mit regnerischen, aber glücklichen Grüßen,
Juliane 😉

Die Seesucht-Kolumne im Fördeflüsterer

Moin,

ich möchte nun auch nochmal hier im Blog auf meine Seesucht-Kolumne im Fördeflüsterer hinweisen.

Der Fördeflüsterer ist ein Kieler Online-Magazin, das über Kultur, Politik und allerhand andere Geschehnisse in der Stadt und drum herum berichtet. Vor zwei Jahren habe ich die Macher dieses Magazins kennengelernt und schätze sie nun als gute Freunde 🙂 Deshalb freue ich mich auch, alle 2 Wochen in einer Kolumne über mein Leben in der Fördestadt Kiel berichten zu können. Eine Episode wurde bereits veröffentlicht, hier der Link.

HIER DER LINK ZUM AKTUELLEN, 2. TEIL MEINER KOLUMNE 😉

Viel Spaß beim Lesen!

Angekommen in Kiel

Moin moin,

nun habe ich meinen Traum wahr gemacht und bin tatsächlich ins schöne Kiel gezogen. Seit einer Woche wohne ich jetzt hier und ich finde es einfach wunderbar. Zwar verlaufe ich mich noch manchmal *hust* aber das wird schon. Regelmäßig lege ich im Sterntaucher auf. Viele neue Leute habe ich kennengelernt, zahlreiche Eindrücke driften jeden Tag auf mich ein und ich nehme sie sehr gern auf.

Hier sind nun ein paar Eindrücke meines ersten Hafenspaziergangs, zu dem ich leider erst gestern gekommen bin. Die Aida cara und die Costa Pacifica waren auch gerade da 😉

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Mehr Eindrücke gibt es die nächsten Tage 🙂 toll ist es hier im schönen Kiel!

Mein liebes Kiel :)

Halli hallo,

ooh, es tut mir so leid, dass ich hier so lange nichts mehr geschrieben habe. Aber in meinem Leben sind derzeit einige Baustellen offen, sodass es einfach immer mal bei einem Facebook-Post und ein paar Bildern geblieben ist. Momentan habe ich allerdings einmal fünf Minuten Zeit und möchte jetzt kurz meine Lage schildern 😉

Im Moment schreibe ich meine Masterarbeit. Wenn ich diese letzte Prüfung bestehe, bin ich M.A. Germanistik und habe mein Studium erst einmal abgeschlossen. Meine Wohnung in Dresden ist bereits gekündigt und in meinem Terminkalender steht schon der Umzug nach Kiel. Wo ich wohnen werde, weiß ich auch schon. Es ist also alles geplant und ich freue mich schon so sehr.

Gerade schreibe ich aus meiner zukünftigen Wohnung in Kiel. Heute war ich aufgrund meiner Masterarbeit in Hamburg unterwegs.

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Hamburg ist auch sehr schön, klar, aber ich habe wieder gemerkt, was ich an Kiel so mag: Man kann überall hin laufen, es sind nicht so viele Menschen unterwegs. Vielleicht bin ich einfach nicht der Großstadtmensch. Mal so als Stippvisite fahre ich gern in Großstädte – Berlin oder Hamburg  gefallen mir sehr gut, aber wohnen möchte ich dort momentan eigentlich nicht. Kiel hat für mich genau die richtige Größe – und es liegt fast am Meer.

Gestern habe ich in der Pumpe aufgelegt und es war ein richtig toller Abend. Der Funke zum Publikum ist gut übergesprungen und die Nacht war lang und aufregend. Bis um 6 haben alle getanzt und gefeiert. Vorher hat meine Freundin und Kollegin Eileen aufgelegt, das war ebenfalls spitzenmäßig! 🙂 Nach 4 Stunden Schlaf ging es dann ab nach Hamburg und nun bin ich endlich zu Hause!

Was ich immer mache, wenn ich in Kiel bin: An einem Tag gehe ich am Wasser spazieren und mache Fotos. Diesmal sind mir fast die Finger abgefroren, aber der Himmel war so blau und das Licht wunderschön. Hier ein paar Eindrücke vom Wasser:

Es ist so schön, immer wieder nach Kiel zu kommen, die Möwen und die Schiffe zu hören und die frische Luft einzuatmen. Ich freue mich, hier zu sein und bald bleiben zu können! 🙂

Der kleine Kiel ist zugefroren …

Foto aus Kiel vom 1.2.2014 … der Kleine Kiel ist zugefroren und die Vögel tapsen fröhlich darauf herum – Möwen, Enten und so weiter. Sehr schön anzuschauen.

Arcanum – Die Suche nach dem Geheimnis

Er ist in Kiel geboren und kennt Schleswig-Holstein in- und auswendig. Trotzdem ist Jan Bommes immer noch auf der Suche nach dem Unentdeckten, dem Versteckten, dem „Arcanum“. 

Unter diesem Pseudonym fotografiert Jan seit 2010 alte, verlassene Locations wie Fabrik- und Industriegelände. Auch ein verlassenes Sanatorium oder ein Freizeitpark gehörten schon zu seinen Zielen. Seesucht hat Arcanum einmal befragt, woher diese Neugier kam und was ihn am Norden so fasziniert.

Die Fotografien in diesem Beitrag stammen alle von Jan/Arcanum.

Jan (Arcanum) und seine Frau an einer der versteckten Locations.

Seesucht: Hallo, Jan. Du scheinst dich in Schleswig-Holstein ja ziemlich gut aus zu kennen. Wo liegt dein Geburtsort und wo bist du aufgewachsen?

Jan: In Kiel wurde ich geboren, verbrachte allerdings die ersten 3 Jahre meines Lebens in Köln. Hat aber nicht zu sehr geschadet. Nahezu den gesamten Rest meines Lebens habe ich dann in oder in der Nähe von Kiel (Altenholz) verbracht, unterbrochen nur durch Schüleraustausch (USA) und Studium (Marburg).

Der Kieler Hafen bei Nacht.

Seesucht: Deine Fotos sind für den Laien ziemlich ungewöhnlich und zeigen eine eher morbide Form der Ästhetik. Wie kamst du darauf, solche Bilder zu machen?

Jan: Ich finde, dass von alten Gebäuden eine eigentümliche Aura ausgeht. Sie erzählen Geschichten und nehmen mich mit in die Vergangenheit. Ein Museum kann Dir ein solches Gefühl nicht bieten, denn es ist kuratiert – in Locations befindet sich keine Absperrung oder Glasscheibe zwischen Deinen Schuhen und dem Staub der Geschichte(n), den Schritten der Menschen, die vor 30, 50 oder 100 Jahren durch dieselben Gänge gegangen sind.

BW-Gebäude

Begonnen hat meine Faszination mit dem Maroden 2010, als ich mehr zufällig am Rande der Wikingertage in Schleswig in ein verlassenes Gebäude einer ehemaligen Kaserne „stolperte“. Die Atmosphäre dort zog mich sofort in ihren Bann, und ich begann – damals noch mit dem Handy – Fotos zu machen. Danach hielt ich erst mal nur meine Augen offen und fand hin und wieder weitere Locations, fing aber vor ca. 2 Jahren an, intensiver nach entsprechenden Orten zu suchen.

Torpedoversuchsanstalt

Seesucht: Wie findet man solche Locations?

Jan: Mit Geduld und Spucke 😉 Spaß beiseite, es kostet vor allem Zeit. Und „Google ist Dein Freund“. Ich bringe viele Stunden vor dem Rechner mit Recherche zu, nicht nur um die Orte zu finden, sondern auch um etwas über ihre Geschichte zu erfahren und eventuelle Sicherheitsrisiken einschätzen zu können.

Altes Chemiewerk.

Seesucht: Was war dein für dich bewegendster Ausflug beim Fotografieren?

Jan: Das kann ich gar nicht so sagen. Jeder Ausflug ist in seiner Hinsicht einzigartig. Manchmal bin ich bewegt von der historischen Relevanz eines Ortes, bei anderen Orten ist es die Art und Weise wie die Natur sich den Raum zurückholt, den der Mensch ihr einst wegnahm. Eine Sache, die mich immer bewegt, egal ob beim Fotografieren oder nicht, ist das Meer. Das Meer ist ein Ort, wo ich mich sehr zuhause fühle … sei es das Salzwasser in meinen Adern oder die Stickstoffbläschen in meinem Gehirn … das Ubootfahren hat wohl seine Spuren bei mir hinterlassen.

Alte Schleuse Holtenau.

In einem ehemaligen Krankenhaus in Kiel.

Seesucht: Und warum der Name Arcanum?

Jan: Dieser Name ist ein Relikt aus meiner Studienzeit. Ich versuchte mich seinerzeit an Pharmazie, und ein Pionier dieses Fachs, der alte Paracelsus, suchte stets nach dem „Arcanum“, dem „Geheimmittel“, mit dem er den Tod würde besiegen können. Als es dann um einen Namen für mein Urban Exploration „Projekt“ ging, fand ich, dass Arcanum aufgrund seiner deutschen Übersetzung – das Geheimnis, das Geheimnisvolle – sehr passend war.

Drinnen – und draußen.

Seesucht: Was machst du beruflich? Lebst du von der Fotografie?

Jan: Die Fotos mache ich nur zu meinem privaten Vergnügen. Ich lebe von meinem Job als Projektleiter in einem Kieler Callcenter.

Schwere Flak-Lehrgangsbatterie Stohl

Seesucht: Warum lebst du in Kiel und was findest du so schön an der Stadt?

Jan: Ich habe an der Arbeit ein Büro im 6. OG mit Blick auf die Kieler Förde. Jeden Tag gehe ich früh morgens über die Hörnbrücke. Ich werde jeden Tag daran erinnert, was ich so toll an Kiel finde. Das Meer. Den Wind. Die Menschen. Und die Einsilbigkeit. Kiel ist eine Provinzstadt, aber auch nicht weit weg von Hamburg. Kiel ist weltoffen, ohne dabei an Gemütlichkeit zu verlieren.

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Seesucht: Was ist für dich das Wundervolle am Norden Deutschlands?

Jan: Egal, wo man ist, man ist nie weiter weg vom Meer als 50 Kilometer  Und es gibt viel zu entdecken, Schleswig-Holstein blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die viele Spuren hinterlassen hat. Und es gibt kaum einen Ort der Welt, wo es so viele Segelschiffe gibt!

Im Hamburger Hafen auf der „Aphrodite“.

Vielen Dank an Jan für das Interview.

Hier findet ihr Arcanum online:

 > Website: http://www.arcanumphoto.blogspot.de

> Facebook: http://www.facebook.com/arcanumphoto

> Flickr: http://www.flickr.com/photos/arcanum75