Mein liebes Kiel :)

Halli hallo,

ooh, es tut mir so leid, dass ich hier so lange nichts mehr geschrieben habe. Aber in meinem Leben sind derzeit einige Baustellen offen, sodass es einfach immer mal bei einem Facebook-Post und ein paar Bildern geblieben ist. Momentan habe ich allerdings einmal fünf Minuten Zeit und möchte jetzt kurz meine Lage schildern 😉

Im Moment schreibe ich meine Masterarbeit. Wenn ich diese letzte Prüfung bestehe, bin ich M.A. Germanistik und habe mein Studium erst einmal abgeschlossen. Meine Wohnung in Dresden ist bereits gekündigt und in meinem Terminkalender steht schon der Umzug nach Kiel. Wo ich wohnen werde, weiß ich auch schon. Es ist also alles geplant und ich freue mich schon so sehr.

Gerade schreibe ich aus meiner zukünftigen Wohnung in Kiel. Heute war ich aufgrund meiner Masterarbeit in Hamburg unterwegs.

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Hamburg ist auch sehr schön, klar, aber ich habe wieder gemerkt, was ich an Kiel so mag: Man kann überall hin laufen, es sind nicht so viele Menschen unterwegs. Vielleicht bin ich einfach nicht der Großstadtmensch. Mal so als Stippvisite fahre ich gern in Großstädte – Berlin oder Hamburg  gefallen mir sehr gut, aber wohnen möchte ich dort momentan eigentlich nicht. Kiel hat für mich genau die richtige Größe – und es liegt fast am Meer.

Gestern habe ich in der Pumpe aufgelegt und es war ein richtig toller Abend. Der Funke zum Publikum ist gut übergesprungen und die Nacht war lang und aufregend. Bis um 6 haben alle getanzt und gefeiert. Vorher hat meine Freundin und Kollegin Eileen aufgelegt, das war ebenfalls spitzenmäßig! 🙂 Nach 4 Stunden Schlaf ging es dann ab nach Hamburg und nun bin ich endlich zu Hause!

Was ich immer mache, wenn ich in Kiel bin: An einem Tag gehe ich am Wasser spazieren und mache Fotos. Diesmal sind mir fast die Finger abgefroren, aber der Himmel war so blau und das Licht wunderschön. Hier ein paar Eindrücke vom Wasser:

Es ist so schön, immer wieder nach Kiel zu kommen, die Möwen und die Schiffe zu hören und die frische Luft einzuatmen. Ich freue mich, hier zu sein und bald bleiben zu können! 🙂

Segeln lernen – Teil 2: Die Praxis

Moin,

leider ist meine Kielreise (29.8.-2.9.) schon wieder vorbei. Einer der Höhepunkte war mein erster Segelausflug. Glücklicherweise habe ich eine nette Freundin in Kiel gefunden, die Regatta segelt und mich mit ihrem netten Team begleitete. Sogar ein 4jähriges Mädchen war mit an Bord, die aber quasi auf dem Wasser geboren war und glücklich umherwuselte.

Schon lange hatte ich mich auf das erste Mal Segeln gefreut und mich auch ein wenig mit der Theorie dieses Wassersports beschäftigt. Jedoch war mir vor der ersten praktischen Ausübung doch ein wenig mulmig, muss ich zugeben. Das lag nicht zuletzt an der etwas höheren Windstärke, die an diesem Tag in der Kieler Förde herrschte. Doch ohne Wind kein Segeln, also waren die Verhältnisse gut. Trotzdem hatte ich einige Bedenken, bevor es los ging: „Bin ich der Crew nicht im Weg? Gehöre ich zu den Menschen, die leicht seekrank werden? Und was ist, wenn mir der verflixte Baum gegen den Kopf knallt?“

Hier erstmal das Boot:

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Los ging es am Hindenburgufer, dann in Richtung des Falkensteiner Leuchtturms und nochmal durch die Förde zurück. Im Nachhinein muss ich sagen: Die befürchteten Ereignisse trafen nicht ein (das „der Crew im Weg sein“ kann ich nicht beurteilen). Im Ölzeug meiner Freundin (mit Schwimmweste) muss ich sicher einen lustigen Eindruck gemacht haben. Fotos gibt es leider (oder zum Glück ^^) nicht. Nachdem wir schließlich die Beine über Bord hängen und einen freien Blick auf das Wasser hatten, waren alle Sorgen vergessen.

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Segeln vermittelt wirklich ein schönes Gefühl von Freiheit. Manchmal, als der Wind besonders stark war oder eine Böe das Boot in Schräglage brachte (das nennt man „Krängung“, ich weiß ^^), dachte ich „Das Boot muss doch jetzt umkippen, wieso kippt es nicht um?“, doch das geschah nicht ^^ Hier noch einige Fotos von der Fahrt:

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Überrascht war ich, wieviel Platz eigentlich auf einem Segelboot ist, vor allem unter Deck. Ich habe gelernt, wo vorn und hinten ist (das war für mich gar nicht einfach, grins), dass man sich immer festhalten muss (zumindest am Anfang) und dass ein Segelboot einer der wenigen Plätze ist, an dem man sich ohne Bedenken anschreien kann, vor allem bei hoher Windstärke. Und, dass es sehr viele Seile auf so einem Boot gibt.

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Nachdem dieses Segelerlebnis für mich viele positive Erfahrungen mit sich brachte, wäre ich auch durchaus bereit, es wieder zu tun. Es hat mir wirklich sehr gut  gefallen.